..in unserem Tomatenbeet blitzt rot aus allen Ecken..die Tomaten sind reif! An einer Pflanze leuchtet es aber auch ein bisschen gelb – da sind kleine, gelbe Cocktailtomaten dran.

Pauline und ihr Hase haben bei der Ernte geholfen.

Die Tomaten haben sie dann ins Frühstückscafé gebracht – zum Naschen für alle Kinder…einfach lecker!

…und hier noch eine kleine Tomatengeschichte:

Opa Huber, die Tomate und das Glück

Veröffentlicht am von Elke

Erntegeschichte – Was wird aus der supergroßen Tomate in Opa Hubers Garten?

In diesem Jahr hatte Opa Huber Glück. Ein Riesenglück, wie die Leute aus der Siedlung behaupteten. An einem seiner Tomatensträucher wuchs nämlich eine Riesentomate heran. Sie war so groß, dass Opa Huber sie lange vor der Reife schon nicht mehr mit den Händen umfassen konnte. Und Opa Huber hatte eine große Hand, fast schon eine Pranke, wie Oma Huber oft zärtlich sagte.
Jeden Tag besuchten viele Leute aus der Nachbarschaft nun den Garten von Opa Huber. Vom Bürgersteig aus lugten sie über den Gartenzaun zwischen Rosenbüschen, Lavendelsträuchern, Margeritenstauden und Gladiolen hindurch zum Tomatenstrauch.
„Toll!“, sagten sie und staunten, denn die Tomate, so schien es, nahm jeden Tag ein wenig an Umfang zu. „Eine Riesensupertomate wird das werden. So ein Glück!“
„Glück?“, fragte Opa Huber. „Was meint ihr damit?“
„Ist doch klar. Wenn diese Tomate reif ist“, schlug einer vor, „gehst du mit ihr zum Gärtnerwettwerb auf dem Septemberjahrmarkt. Dort werden die Früchte gewogen und wer die größte und schwerste Frucht geerntet hat, bekommt einen Preis.“
„Oder“, schlug ein anderer vor, „du lädst die Leute von der Zeitung ein. Die fotografieren die Supertomate, wie sie so wächst am Strauch und wie dick und schön sie aussehen wird, wenn sie reif ist. Und dann werdet ihr berühmt sein, die Tomate und du. Vielleicht kommt sogar das Fernsehen mit einem Beitrag für die Landesschau.“
„Man könnte sie auch zeichnen“, sagte Frau Pretorius, die seit einigen Jahren Malerin ist und großwandige Bilder mit vielen bunten Strichen und Klecksen malte.
Einige grinsten, einer murmelte: „Die arme Tomate!“ und Frau Pretorius schnaubte: „Unverschämtheit.“
„Man könnte die Tomate aber auch auseinander schneiden und ihr die Kerne entnehmen“, schlug Nachbar Ziege vor. Herr Ziege war ein eifriger Hobbygärtner und wollte immer die schönsten Früchte, die dicksten Kürbisse und die größten Salat- und Kohlköpfe in der Siedlung ernten. „Mit diesen Kernen könnte man im nächsten Jahr viele Riesentomatenpflanzen anziehen und pflanzen, ja, und man könnte dann in allen Gärten riesige Riesentomaten ernten. Eine famose Idee, wie ich finde.“
„Ich habe eine bessere Idee“, rief der kleine Fabian von nebenan. „Du pflückst die Tomate und Oma Huber kocht eine leckere Tomatensoße. Dazu gibt es Spaghetti und Streukäse. Ja, und weil die Riesentomate so riesig groß ist, gibt es auch einen riesig großen Tomatensoßen-mit-Spaghetti-Topf. Den stellst du an den Gartenzaun und alle, die Hunger haben, dürfen kommen.“
Da lächelte Opa Huber und Oma Huber klatschte begeistert in die Hände.
„Fein“, rief sie. „So machen wir es! Ihr seid alle eingeladen zu Spaghetti mit Tomatensoße.“
„Und mit Käse!“, sagte Fabian schnell.
„Und mit Glück“, ergänzte Opa Huber. „Jetzt nämlich weiß ich, was für ein Glück die Riesentomate uns gebracht hat: Viele liebe neue Freunde und fröhlich Gäste nämlich.“

© Elke Bräunling

Weitere Geschichten aus dem Vorgarten – hier:

https://www.elkeskindergeschichten.de

(unbezahlte Werbung)